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Monday, May 14, 2012

Insignia of Protest (2): Zero-Currency Notes


This way of protesting against corruption, especially bribery, is originated in India. It is based on Gandhi's idea of peaceful non cooperation directly applied to civil servants and government officials who request extra payment from citizens. It is a polite way to say "No!" in a country where corruption is a deeply rooted habit and a majority of its people has first-hand experiences with it (see also "Corruption in India"). But it is also a way of shaming and scaring functionaries feeling all too safe. For this purpose, the zero-rupee banknote was introduced to the public by the non-governmental organization 5th Pillar, in 2007. 



http://india.5thpillar.org/ZRN


In an obvious case of attempted bribery, the banknote is to be handed out by the victim directly to the official. Then the case should be made public. Here's an example reported to the 5thpillar :

"Mr. Ashok Jain got his car towed in Chennai. When he went to the C1 police station, he was asked Rs 800 as fine. He was ready to pay the amount in return for a receipt, which they were not willing to give. After much talking and convincing, he called his friend Vinod Jain who handed a Zero Rupee Note to one of the policemen. When he did that, they realized that he was a part of the 5th Pillar organisation and without any further questions they asked him to pay the marked fine of Rs 150 and handed him the receipt immediately."

Other success stories can be read on the 5thpillar website. Watch also this nice Bollywood style video: The Zero Rupee Note - A Short Film



Other countries: In Bosnia, another NGO called "Centre for Responsible Democracy", introduced the “I give zero marks for bribes" campaign in June 2011.


See also: Insignia of Protest (1): Shoes and Shoeing

Sunday, June 19, 2011

Zeitgeist III - Moving Forward

Die Zeitgeist Filme - immer eine Diskussion wert: Hier der dritte und bislang letzte (2011) "Moving Forward" (engl. mit deutschen Untertiteln).
The Zeitgeist movies, always good for a discussion: Here's the third and latest edit (2011) called "Moving Forward" (english with selectable subtitles)





Wednesday, May 25, 2011

Warum noch mehr arbeiten, Frau Merkel? Warum nicht weniger?

Nachdem sich die erste deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel letzte Woche über die vermeintliche Faulheit der Südeuropäer mokiert hatte, fielen die Massenmedien über die unbedarfte „christliche“ Politikerin gnadenlos her: wahrscheinlich nicht zu unrecht. Die DPA-Zitate, die herumgereicht wurden, kann man etwa hier nachlesen → Spiegel: Merkel attackiert urlaubsfreudige Südeuropäer.


Der Wahrheitsgehalt ihrer Äußerungen über verfrühtes Rentenalter, Urlaubsfreude und Arbeitszeiten von Griechen, Spaniern und Portugiesen im Vergleich zu den fleißigen Deutschen wurden von verschiedenen Seiten zumindest relativiert oder ad absurdum geführt. Die Wirklichkeit - abseits gesetzlicher Regelungen - sieht etwa die französischen Nachbarn Deutschlands an der Spitze, was die Länge des Lebensabends betrifft. Und nach einer OECD Studie verhalten sich Deutsche und Griechen hinsichtlich der Lebensarbeitszeit überraschend ähnlich:

„Ein Vergleich von Deutschland und Griechenland fördert Erstaunliches zu Tage: Das gesetzliche deutsche Rentenalter liegt mit 65 Jahren zwar sieben Jahre höher als in Griechenland. Die deutschen Männer arbeiten mit 62,1 Jahren allerdings genau gleich lang wie ihre griechischen Pendants. Auch der verbleibende Lebensabend ist mit 19,8 Jahren genau gleich lang.“ (siehe NZZ Online Bericht mit OECD Daten: Franzosen haben den längsten Lebensabend)

An dieser Stelle sollten zwei Anmerkungen zu „Lobby-Merkel“ - wie sie von ihren Landsleuten oft liebevoll genannt wird – angefügt werden, die bei dieser Diskussion leider völlig untergegangen sind:

1) die wirtschaftlichen Probleme einiger südeuropäischer EU-Lander, besonders aber Griechenlands, sind vor allem auf die jahrzehntelange politische Korruption zurückzuführen (bei der freilich die Bevölkerung zum großen Teil mitzog). Die politische Kaste Griechenlands ist korrupt bis in die Haarspitzen und der Preis dafür wird nun auf die gesamte Bevölkerung abgewälzt (wie immer, wenn der IWF das Ruder übernimmt). Sie können das nicht glauben? Fragen Sie mal ein paar Griechen!

2) Welcher Zusammenhang besteht eigentlich zwischen der einheitlichen Währung einer Union von Ländern (bzw. eines Wirtschaftsraumes mit einigen Gesetzen, die für alle gelten) und der Anzahl der Arbeitsstunden der Bürger (bis zum Pensionseintritt)? Impliziert eine gemeinsame Währung zwangsweise die Angleichung der Arbeitszeiten? Der Effektivität der Wirtschaft? Natürlich nicht. Dies ist weder eine Tatsache, noch kann es eine Norm sein. Wenn es Merkel tatsächlich um eine „gerechte“ oder „notwendige“ Angleichung von Arbeitszeiten in verschiedenen EU-Ländern gegangen wäre, dann war ihre Antwort falsch. Nicht irgendwer sollte mehr arbeiten müssen, sondern alle weniger. Wir produzieren ohnehin zuviel.