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Wednesday, May 16, 2012

It's Getting Powellesque Again


Powellesque Warmongery is rearing its ugly head again: a google earth photo showing something which could be any industrial plant whatever, suggesting that there have been already performed "nuclear (bomb) tests" ...




And this one, a 3-D picture manufactured by The Associated Press - showing something which looks like a big milk reservoir ...






Tuesday, May 15, 2012

Who the Hell is Azadeh Ansari?


Iranian president: Israel 'nothing more than a mosquito' to Iran
By CNN Wire Staff
"CNN's Azadeh Ansari contributed to this report"


Who the hell is this Azadeh Ansari and why can't they provide any useful sources? (give a link, make a readable screenshot or a photo of a newspaper, video, tape recording, anything which an interested reader of this propaganda-like article might help to verify ...)

Wieder eine Fälschung?



Kürzlich erschienen im österreicheischen Standard:


indem berichtet wird, der "iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hätte den Erzfeind Israel als "Moskito" bezeichnet, der die langfristigen Ziele Teherans nicht beeinflussen könne". Weiter heißt es:

"Am Freitag hatte Ahmadinejad bereits den Judenstaat als "Belästigung für die Menschheit" gewertet. "Es scheint, dass die Zionisten (Israel) am Ende eines Tages keine Ruhe haben, wenn sie keine Jugendlichen in Palästina umbringen oder dort keine Häuser zerstören", sagte er laut einer Meldung der Nachrichtenagentur FARS vom Sonntag. Es sei kein Krieg notwendig, um das israelische Regime zu zerstören. Die arabischen Staaten "bräuchten nur ihre Beziehungen zu den Zionisten zu beenden, anstatt ihre Öleinkommen unnötig für Waffen (aus dem Westen) auszugeben", sagte er."

Laut Standard stammt der "Bericht" (der wie die billigste Propaganda klingt) von der APA (Austria Presse Agentur), die von der staatlichen iranischen Nachrichten Agentur FARS zitiert. Geht man zur website von  FARS, findet man den Artikel nicht (im englischsprachigen Teil wenigstens, es gibt allerdings noch den türkischen, arabischen und persischen Teil). Die wahre Quelle - in derselben Form, in der der Artikel im Standard erschien -  scheint jedoch ein Artikel von CNN zu sein:


Dessen Autoren sind demnach der "CNN Wire Staff" unter Mitwirkung eines Herrn namens Azadeh Ansari. Sonstige Quellen werden keine angegeben. Andere große englisch- und deutschsprachige Zeitungen scheinen dieses kuriose Erzeugnis nicht weiterverbreitet zu haben. Seltsam. Sieht wie eine Fälschung aus. Die Presse sollte verpflichtet werden ihre Quellen zu offenbaren, mindestens wenn es sich um öffentliche Reden handelt!


Sunday, May 13, 2012

Mit ein bißchen Logik erfolgreich gegen den Krieg


Lang' hat's gedauert! Hier die erste vernünftige Darstellung der Iran-Israel Problematik im deutschsprachigen Infotainment, erschienen im österreichischen Standard:

Eric Frey: Israel - Iran: Komplexe Logik

Ergänzt man diesen Artikel mit "Die Illusion von der Bombe, die Israel bedroht", so erhält man eine hinreichend schlüssige Argumentationshilfe gegen die allgegenwärtige Kriegstreiberei bezüglich dieses Konflikts.

Im Prinzip fehlt jetzt nur noch eine Liste von Hypothesen, warum dieses Säbelgerassel seit nun mehr über 10 Jahren überhaupt stattfindet.

Friday, May 11, 2012

Merkel ist schon Vergangenheit


Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete laut Presseberichten die Ukraine als Diktatur. Sie verlautbarte am Donnerstag in einer Regierungserklärung vor dem deutschen Bundestag:


Sie erwähnte in diesem Zusammenhang auch Weißrussland als Dikatatur.

Nun spitzt sich die Schmierenkomödie um die ukrainische Oligarchin Yulia Timoschenko doch noch so zu, daß ernste Konsequenzen zu erwarten sind. Merkel lehnt sich mit dieser Äußerung so weit aus dem Fenster, wie es Politiker eigentlich nur tun, wenn sie bereits wissen, daß sie in Kürze abdanken werden.

In der internationalen Diplomatie gilt es als außergewöhnlicher Affront einen Staat, der sich demokratisch nennt (auch wenn er es nur auf dem Papier ist), in dieser Weise zu "beleidigen". Es herrscht auf dem rutschigen Parkett der internationalen Diplomatie nämlich das Prinzip der Reziprozität (ein kulturgeschichtliches Erbe aus der Zeit der nomadisierenden Hirtenvölker). Die Ukraine muß daher der deutschen Kanzlerin antworten. Andererseits kann Frau Merkel jetzt (aber auch schon aufgrund ihrer vorhergehenden Äußerungen gegen die Ukraine) für ihre restliche Amtszeit festgenagelt werden auf ihrer unreflektierten Dichotomie zwischen demokratischen und undemokratischen Regierungen bzw. ihrer eigenen politischen Praxis, die in einem unübersehbaren Widerspruch dazu steht.

Was die Antwort der ukrainischen Oligarchie betrifft, so kann darüber zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. Merkel etwa als persona non grata vorderhand auszuladen dürfte sich als Boomerang herausstellen, wenn man den Zusammenhalt der restlichen EU-Staaten voraussetzt. Ob die Fußball-EM deswegen abgesagt werden müßte, ist wieder eine andere Frage. Das ukrainische Regime steht hier vor einer verzwickten Aufgabe. Möglicherweise verlegt sie sich auf's Aussitzen und Ausschweigen (und damit auf's Suspendieren der diplomatischen Reziprozität). Vielleicht sind sich die Ukrainer auch bewußt, daß sie gar nicht viel zu unternehmen brauchen, da sich Merkel (zusammen mit einigen EU-Kollegen) zu sehr selbst in die Enge getrieben hat. 

Daß sich Merkel hier tatsächlich sehr weit aus dem Fenster lehnt, wird (wie üblich) nur in den Foren von Online Zeitungen und in Blogs besprochen, nicht aber im Infotainment selbst (oder kaum). Die unangenehmen aber berechtigten Fragen, die dort - im Schatten des Mainstreams - gestellt wurden, werden auch in Zukunft schwer auf der Kanzlerin lasten. Immerhin erwartet man von rationalen Menschen eine konsequente Handlungsweise.

- Frau Merkel, werden Sie auch anläßlich der Winterspiele 2014 in Sotchi Russland als Diktatur bezeichnen? Auch dort werden Oppositionspolitiker inhaftiert, von der Gewaltherrschaft des Dr. Kadyrov in Tschetschenien einmal ganz abgesehen.

- Frau Merkel, welchen Unterschied sehen Sie zwischen den Inhaftierungen des Oligarchen Chordorkowski in Rußland und der Oligarchin Timoschenko in der Ukraine?

- Frau Merkel, warum lassen Sie es zu, daß private deutsche Unternehmen wie auch der deutsche Staat selbst seit Jahren gewinnbringende Geschäfte mit den ukrainischen Diktatoren treiben und dadurch deren Diktatur stützen, die Sie anprangern?

- Dieselbe Frage für: China, Russland, Weißrussland, Türkei, die Golf-Staaten, ...

- Frau Merkel, haben Sie Ihrem Landsmann Herrn Vettel für seinen Sieg im diktatorischen Emirat von Bahrain gratuliert?

- Frau Merkel, welcher gravierende Unterschied besteht für Sie in der "politisch motivierten" Verfolgung oppositioneller Politker und einfacher Bürger?

- Frau Merkel, mit wie vielen "Diktatoren" (oder anderen Gewaltherrschern) haben Sie sich im Auftrag der Bundesrepublik schon getroffen und warum lehnen Sie es dagegen ab sich mit den Oligarchen der Ukraine zu treffen? (Erst im Februar haben Sie die Herren Hu Jintao, Wu Bangguo und Wen Jiabao in China besucht, welche tibetische und andere Oppositionelle nicht besser behandeln, als die Ukrainer die ihrigen. Warum?)

- Frau Merkel, man hat zurecht auf die - möglicherweise haftbedingten - Verletzungen von Frau Timoschenko öffentlich hingewiesen. Wie stehen Sie dagegen zu Guantanamo? Warum besuchen Sie und unterstützen Regierungen wie die USA, welche foltern lassen, wollen aber nicht in die Ukraine reisen? Haben Sie sich dafür eingesetzt, daß die "Experten" der Berliner Charité die Häftlinge im Foltergefängnis von Guantanamo besuchen dürfen?

- Frau Merkel, die Oligarchin Timoschenko ist in den Hungerstreik getreten (den sie inzwischen auch schon wieder beendet hat). Zur selben Zeit befinden sich etwa 1600 palästinensische Gefangene in Israel im Hungerstreik für menschlichere Haftbedinungen. Werden Sie auch diese Oppositionellen unterstützen?

- Frau Merkel, was wissen Sie über Yulia Timoschenko? Wie ist sie zu ihrem Reichtum gekommen? Wieviel muß ein Ukrainer auf den Tisch legen, um Parlamentsmitglied innerhalb Timoschenkos Partei "Blok Juliji Tymoschenko" zu werden? Was hat sie als Ministerpräsidentin der Ukraine erreicht?

- Frau Merkel, Sie haben die Entscheidung der UEFA für eine Austragung der Fußball-EM 2012 in Polen/Ukraine gutgeheißen, jetzt aber drohen Sie damit die EM zu boykottieren. Warum? Was hat sich seit der Vergabe 2007 in der Ukraine wesentlich geändert? Aufgrund welcher "Hoffnungen" genau, hätte diese Vergabe die Ukraine "näher an den Westen" bringen sollen? Und was haben Boykotte von sportlichen Veranstaltungen überhaupt bis jetzt gebracht?

Fragen über Fragen. Gäbe es eine funktionierende Presse, die Kanzlerin, sowie einige weitere deutsche Politgrößen und die gesamte EU-Kommission wären schon längst in einer offenen Diskussion festgenagelt und argumentativ zerlegt worden. Heuchelei und Doppelmoral im Höchstmaß hat nichts anderes verdient als bloßgestellt zu werden.

Das gemischte Doppel "Merkozy" - die deutsch-französische Hegemonie innerhalb Europas - gehört der Vergangenheit an. Sarkozy ist letztes Wochenende abgewählt worden. Merkel wird spätestens dann zurücktreten müssen, wenn Griechenland vollends im Chaos versinkt - wenn sich zeigt, daß ihre "Bankenrettungsschirme" nichts anderes waren als eine monströse Umverteilung von Steuergeld. Und nur Politiker, die schon wissen (oder wenigstens ahnen) daß sie auf unverantwortliche Weise versagt haben, geben so leichtfertig Heuchelei und Doppelmoral von sich, an die man sie in der Zukunft festnageln kann, einfach deswegen, weil es diese Zukunft für sie nicht mehr gibt. 



update 2012-05-24
Köstlich: Timoschenko hält den "politischen Boykott der Fußball-Europameisterschaft für eine "schlechte Idee". Sie bitte darum, von derartigen Konsequenzen abzusehen". Die Meldung wird in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Kommentare der deutschen Kanzlerin und der EU-Kommission dazu sind nicht bekannt geworden.

Anläßlich der sich jährlich wiederholenden Peinlichkeit des Europäischen Song Contests, der kommenden Samstag in Aserbeidschan stattfinden wird und der Amnesty International Berichte über die Menschrechtslage in dieser Ex-Sowjetrepublik, liegt natürlich die Frage nahe, warum Merkel nicht auch dieses Land eine Diktatur nennt. Ob sich Vertreter der EU-Kommission bei dieser Verherrlichung des schlechten Geschmacks blicken lassen werden - man wird es sehen. Fragen zu einem Vergleich mit der politischen Situation in der Ukraine würden ihnen ohnehin nicht gestellt werden. 

update 2012-06-08 (Beginn der Fussball EM in Ukraine/Polen)
Empörungsmeister Deutschland: "Machthaber Janukowitsch hat die Affäre einfach ausgesessen. Peinlich, auch für Deutschland".

Monday, April 30, 2012

Timoschenko - Um Demokratie kann's gar nicht gehen


Einer der wenigen noch funktionierenden Links zu dem Überwachungsvideo, das Julia Timoschenko beim Simulieren eines schlechten medizinischen Zustandes zeigen soll, findet sich in der englischsprachigen Ausgabe der russischen Pravda: Is Tymoshenko simulating her disease? Als Datum der Aufnahme erscheint der 15. Dezember 2011.

In den wenigen deutschsprachigen Online Publikationen, die das Video überhaupt erwähnen, ist der Link zum Video schon ungültig: angeblich verstößt es gegen die YouTube Richtlinie  zu "Nackheit oder sexuellem Content" (siehe screenshot). 

Die Zeit
Hintergrund: Ist Timoschenko eine Simulantin? --> siehe Link "Angebliches Überwachungsvideo"




Im Prinzip spielt es ohnehin keine Rolle, was das Video zeigt, angesichts einer der größten Schmierenkomödien, die jemals vor der europäischen Presselandschaft zur Aufführung gekommen sind.  Die Handlung des Stücks ist so voller Ungereimtheiten, daß man gar nicht weiß, wo man anfangen soll aufzuzählen. Interessant an dem Video ist allenfalls, warum es in der Versenkung verschwinden sollte. Hier einige übriggebliebene russische Links, die noch funktionieren:


Люди похожие на Тимошенко и Власенко целуются
http://www.youtube.com/watch?v=EPiVAScirIw

zoom HQ Тимошенко Власенко секс скандальное видео засос
http://www.youtube.com/watch?v=oMjBC_AYUqU

Юлия Тимошенко в тюрьме - запись скрытой камерой
http://www.youtube.com/watch?v=iivIwEO60lM

Юлия Тимошенко симулировала что она больна!!!!!!!!!!!!
http://www.youtube.com/watch?v=M5NtsZpV008

Марш в поддержку Юлии Тимошенко (gekürzt))
http://www.youtube.com/watch?v=cvaxoHPBbUM

Тимошенко в СИЗО взасос целовалась с Власенко
http://www.youtube.com/watch?v=JioUKzuX_2E

Поцелуй Тимошенко и Власенко настоящий (gekürzt)
http://www.youtube.com/watch?v=zs5uHUwoexk

Тимошенко показала следы побоев (gekürzt)
http://www.youtube.com/watch?v=3ol2NAlU54E

Einer der wenigen Kommentare, die sich zu dem Thema finden und nicht nach der Copy&Paste Übernahme einer PR-Aussendung riechen, erschien im schweizer Tagesanzeiger:

Um Demokratie geht es nicht

Friday, April 20, 2012

Über die allgegenwärtige Kriegstreiberei in den Massenmedien


Der Kommentar des Historikers Kurt Gritsch im österreichischen Standard über die auffallend systematisch und einheitlich wirkende Kriegstreiberei im Infotainment.


Sind bürgerliche Qualitätszeitungen Kriegshetzer? Medienkritik aus Sicht eines Konfliktforschers

"[...] wussten Sie, dass das Assad-Regime 2011 mit Reformen begonnen hat? Dass der seit 1963 geltende Ausnahmezustand aufgehoben, Gefangene freigelassen, korrupte Gouverneure abgesetzt und die alleinigen Herrschaftsansprüche der Regierungspartei aufgegeben wurden? Wo stand zu lesen, dass Teile der innersyrischen Opposition einen Machtkompromiss mit Assad einzugehen bereit sind, während die u. a. von den USA mit Geld unterstützte Exil-opposition zu keinem Entgegenkommen bereit ist?"

Base2014 Kommentar: Nein, wußten wir nicht.
Was will man aber erwarten, wenn Information zu einem reinen Geschäft geworden ist, das in erster Linie dem Gedanken der Gewinnmaximierung unterworfen ist? Das Personal der Redaktionen wird gekürzt und journalistische Arbeitsabläufe kostengünstig optimiert, indem man sich darauf beschränkt unkritisch die Beiträge von Lieferanten zu adaptieren (Presse- und PR Agenturen), die wiederum selbst von wirtschaftlichen Interessen geleitet sind. Das Resultat ist ein Copy & Paste Journalismus, bei dem die Qualität (respektive die Wahrheit) keine Rolle mehr spielt. Teuere Auslandskorrespondenten will man sich kaum noch leisten und so erhält man Kriegsberichterstattung ohne Kriegsberichterstatter, oder im Falle der USA - Kriegsberichterstattung durch sog. "eingebettete Journalisten" - was auf dasselbe hinausläuft. Echte "war correspondents" wie Scholl-Latour, Robert Fisk oder John Pilger sind eine aussterbende Gattung. So erklärt sich die einheitliche Berichterstattung. Ob dahinter eine - von wem auch immer ausgeheckte und kontrollierte  - Strategie steckt, ist eine ganz andere Frage. Wahrscheinlich nicht, denn Krieg verkauft sich von alleine gut, viel besser als Friede, Freude und Eierkuchen. Und so entsteht und floriert die Kriegstreiberei aufgrund einer unheiligen Allianz zwischen den jeweils gewinnorientierten Interessen von Medienkonzernen und Eisenhowers "militärisch-industriellen Komplex", unter kräftiger Mitwirkung von nationalen Regierungen und privaten Interessensverbänden. (Der Grad an Einfluß der genannten Mitspieler mag von Fall zu Fall variieren.)

Wednesday, April 18, 2012

Abseits des deutschen Infotainments


"Die Existenz Israels wird aber nicht durch die (potentielle) iranische Atombombe bedroht – es gibt keinen Grund anzunehmen, dass der Mullah-Staat sie gegen Israel einsetzen würde, wenn er nicht das Risiko eingehen möchte, innerhalb weniger Tage selbst in Schutt und Asche gelegt zu werden." Moshe Zuckermann

"Sowohl die USA als auch Israel vertreten hier kurzsichtig ihre Interessen, und die EU spielt leider mit. Die USA wollen im ölreichen Nahen Osten nur wohlgesinnte Regimes – und sie möchten den Fehler wettmachen, dass sie mit ihrem Irak-Krieg dem Iran mehr Einfluss verschafften. Aber was ist am Iran schlechter als an Pakistan oder Saudi-Arabien? Hat der Iran kein Recht auf ökonomische und politische Entfaltung? Ahmadinedschads Rechtfertigung für seine verbalen Ausfälle ist die schwärende Wunde des Unrechts Israels: 1948 Vertreibung der Palästinenser, ihre Enteignung und gewaltsame Verhinderung ihrer Rückkehr, heute ihre Diskriminierung in Israel, ihre Rechtlosigkeit in der Westbank, ihre Einkesselung in Gaza. Israel möchte von diesem Unrecht nicht reden und setzt sich stattdessen als Opfer einer hypothetischen künftigen iranischen Atombombe in Szene. Ist dieser Themenwechsel nicht sehr willkommen?" Rolf Verleger

"Wann wird Deutschland aufwachen und verstehen, dass es diesmal bedeutet, „auf der Seite der Juden zu stehen“, jene zu unterstützen, die gegen Israels Regierung kämpfen."  Yonatan Shapira

Weitere Kommentare: http://www.hintergrund.de

Aufgepaßt, Deutsche! Die Amerikaner mögen Euch!


Und Ihr mögt die Amerikaner und ihren Präsidenten, habt Ihr das gewußt? Der Online-Spiegel schaltet wieder einmal eine ungekennzeichnete Werbung, und so liest man heute in seinen Headlines: 



Dabei handelt es sich um eine Replik auf die letztes Jahr erschienene Anbiederung des umtriebigen GMF



Aufgepaßt, man achte auf die vielsagenden Fragestellungen in beiden Umfragen! Das Beste an diesen Werbeschaltungen sind ohnehin die Leserkommentare ...



Die Illusion von der Bombe, die Israel bedroht


Man braucht nicht mehr als drei Annahmen um plausibel zu machen, daß die Idee eines nuklearen Angriffs auf Israel pure Illusion ist.

Nehmen wir an, daß

1) Wenn zwei verfeindete Staaten über einsatzbereite, hinreichend gefährliche Nuklearbewaffnung sowie die Fähigkeit zu einem effektiven nuklearen Zweitschlag verfügen, werden sie keinen Erstschlag mit diesen Waffen gegeneinander führen. (Prinzip der nuklearen Abschreckung)

2) Israel verfügt über einsatzbereite, hinreichend gefährliche Nuklearbewaffnung sowie die Fähigkeit zu einem effektiven nuklearen Zweitschlag (zu Wasser und zu Lande).

3) Iran verfügt über einsatzbereite, hinreichend gefährliche Nuklearbewaffnung sowie die Fähigkeit zu einem effektiven nuklearen Zweitschlag (zu Wasser und zu Lande).

Daraus können wir schließen, daß, selbst wenn der Iran eines Tages über nukleare Bewaffnung verfügen sollte, die beiden Staaten Israel und Iran sich unter den genannten Voraussetzungen nicht gegenseitig mit Nuklearwaffen attackieren werden. Mit anderen Worten, solange das Prinzip der nuklearen Abschreckung angenommen wird - und es ist schwer zu sehen, warum es im mittleren Osten nicht anwendbar sein sollte - wird Israel von überhaupt niemandem in Reichweite seiner atomaren Sprengköpfe angegriffen werden. Schon allein aufgrund dieses simplen Arguments erscheint ein nuklearer Angriff auf Israel unwahrscheinlich.

Warum sollte also das Atomprogramm des Iran für Israel eine existenzielle Bedrohung darstellen, wie hartnäckig und monoton behauptet wird?

Werfen wir einen Blick auf eine Verschärfung der Situation und nehmen wir an, daß 2) nicht der Fall wäre, daß also Israel entweder über keine nukleare Bewaffnung oder nicht über die Kapazität für einen Zweitschlag verfügte. In diesem Fall käme die Logik des kalten Krieges 1) nicht mehr zur Anwendung, da einer der verfeindeten Staaten nicht über die vorausgesetzte nukleare Bewaffnung verfügt. Nehmen wir weiterhin 3) an, und zusätzlich, daß der Iran tatsächlich einen Angriff mit nuklearen Massenvernichtungswaffen auf Israel durchführt.

Was würde passieren?

Man sollte sich zunächst einmal darüber klar werden, daß dieses Szenario in sich völlig unplausibel ist. Wenn man voraussetzt, daß der Grund für einen Angriff auf das Land (die Fläche) Israel das von den iranischen Mullahs immer wieder bedrohlich kritisierte "zionistische Regime" Israels ist, das - so Teheran - eine Apartheids- und Expansionspolitik gegenüber den Palästinensern forciert, dann wird es letzteren wenig helfen, wenn das Land, das sie für sich beanspruchen (teilweise) nuklear verseucht wird. (Welchen Sinn sollte das haben? Man muß sich an dieser Stelle wirklich die Frage stellen, wie die Leute, die in der Öffentlichkeit die Angst vor einem Nuklearschlag verbreiten, sich diesen denn vorstellen? Eine "Megabombe", die Israel (und nicht auch gleich seine Nachbarn) tatsächlich von Landkarte radiert? Mini-Nukes? Ein "chirurgischer Nuklearangriff", der die Feinde tötet, aber die anwesenden (oder benachbarten) Freunde am Leben läßt? Der Jerusalem zerstört, aber alle sog. "heiligen moslemische Stätte" unversehrt läßt? Alles Fantastereien - wenn man nur einmal versuchen würde sich das genauer auszumalen.)
Ferner, warum sollten die schiitischen Mullahs, allesamt wohlhabende Geschäftsmänner mit Frauen und Kindern, ihr eigenes Wohlergehen und das ihres Landes aufs Spiel setzen? Für die sunnitischen Palästinenser? Wohl kaum. 
Abgesehen von der geringen Plausibilität eines iranischen Angriffs, was würde passieren? Der Iran wäre dem Untergang geweiht. Zwar haben wir hier vorausgesetzt, daß der Iran über die Fähigkeit des nuklearen Zweitschlages verfügt, die er neben Israel auch gegen andere Staaten einsetzen könnte, doch im Falle eines erfolgten Angriffes auf Israel, käme eine andere einfache Regel ins Spiel, nämlich die der Überzahl: der Iran, der jetzt schon - insbesondere in seiner unmittelbaren Nachbarschaft - weitgehend isoliert ist, sähe sich einer Überzahl an Feinden gegenüber, insbesondere der NATO, geführt von den USA und Europa. Schon für unvergleichlich geringere "Vergehen" wie solch einer hypothetischen Tragödie wurden Staaten von den USA heimgesucht, allein im letzten Jahrzehnt Afghanistan und der Irak, beides Länder, in denen bis heute das Chaos herrscht.

Ein nuklearer Angriff Irans auf Israel ist höchst unplausibel in einem Szenario, in welchem das Prinzip der nuklearen Abschreckung angewendet werden kann. Doch sogar wenn die Logik des kalten Krieges nicht angewendet wird und man dem Iran die Herstellung von nuklearen Waffen frei unterstellt - obwohl die klerikalen Führer des Iran dies aus religiösen dezidiert ausgeschlossen haben und es genauso viele Hinweise auf ein Atomwaffenprogramm gibt, wie im Irak dazumal (nämlich keine), selbst dann kann das Gerede von der Bedrohung der Existenz Israels durch einen nuklearen Iran nicht aufrechterhalten werden und schon gar nicht mit dem Hinweis auf den "Wipe off the map"-Sager eines Präsidenten, der nicht viel zu sagen hat im Regime der schiitischen Würdenträger.

Es ist sicherlich immer wieder frappierend zu sehen mit welcher Zähigkeit die Idee der iranischen Bombe im internationalen Massenmedien Infotainment unwidersprochen am Leben erhalten wird. Die viel plausibleren - geostrategischen, wirtschaftlichen und hegemonialen - Gründe in den Iran einzumarschieren gehen dabei unter. Zu diesen gehört auch der Einwand, das Zulassen der Produktion von nuklearen Sprengköpfen seitens des Irans könnte ein allgemeines Wettrüsten im ohnehin spannungsgeladenen mittleren Osten hervorrufen. Aber dieser Einwand hat zunächst einmal rein gar nichts mit der von allen Seiten beschworenen Bedrohung Israels durch den Iran zu tun. Das Problem der Verbreitung von Atomwaffen gibt es seit es Atomwaffen gibt und es beschäftigt vor allem jene Staaten, die sie schon im Besitz haben. 

Gibt es irgendeine Erklärung, warum diese Illusion von der Bombe immer weiter genährt wird?

Ja, es gibt eine durchaus einsichtige psychologische Erklärung. Die Logik der nuklearen Abschreckung kann nämlich suspendiert werden, indem man einen der Kontrahenten als Verrückten ansieht, als gefährlichen Irren, dem man keinesfalls so eine gefährliche Waffe wie die Bombe in die Hand geben darf. Das Prinzip der nuklearen Abschreckung setzt "rational agents" voraus. Irre sind aber nicht "rational agents".
Haben Sie sich selbst schon dabei ertappt, daß sie sich vorstellten, wie die "bärtigen Irren von Theheran" nervös mit der Bombe herumfuchteln? Wenn ja, woher kommt das? Zweifellos hat die nun schon jahrzehntelang andauernde Verunglimpfung der "Araber" (oder "Moslems") als unberechenbare, wilde, unzivilisierte und verschlagene Hinterwäldler dazu beigetragen, zusammen mit dem fast ununterbrochenen Strom an (echten und gefälschten) Meldungen über Anschläge des sog.  internationalen Terrorismus bishin zu den steinewerfenden Kindern der Intifada. All das suggeriert dem Gehirn das Bild von primitiven Kreaturen, denen es unmöglich ist mit einer Atomwaffe "ordnungsgemäß" umzugehen. Zusätzlich eignet sich Achmadinedschad nun wirklich vorzüglich für die Rolle des "Teufel vom Dienst" in einem an Kriegspropaganda so reichem Theaterstück (siehe Morellis Prinzipien der Kriegspropaganda). Dies sind die Ingredienzen der psychologischen Einflußnahme, die selbst jene, die diese Islamophobie kreiert haben und unermüdlich vorantreiben, schließlich dazu bringen an ihre eigenen Propagandalügen zu glauben.














Thursday, April 12, 2012

Hat der Teufel zwar so nicht gesagt, klingt aber gut!

Deshalb wiederholen wir das so oft wie möglich und distanzieren uns wieder irgendwann davon ...

Spiegel Online

""Das Besatzerregime muß Geschichte werden."
Ahmadinedschad am 26. Oktober 2005 auf einer Konferenz zum Thema "Die Welt ohne Zionismus". Das Originalzitat "in rezhim-e eshghalgar bayad az safhe-ye ruzgar mahv shavad" wurde oft irrtümlich übersetzt mit "Israel muß von der Landkarte radiert werden." Das hat der iranische Präsident so nicht gesagt."

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Spiegel Online:
19.02.2009Schröder trifft Ahmadinedschad

"Berlin - Dieses Treffen wird einige Empörung hervorrufen. Immerhin ist der Gesprächspartner jener Mann, der dazu aufruft, Israel "von der Landkarte" zu tilgen." 



Spiegel Online:
11.04.2009Das geliebte Feindbild

"Aus seinem Wunsch, Israel von der Landkarte des Nahen Ostens getilgt zu sehen, hat Ahmadinedschad in der Tat keinen Hehl gemacht."




Spiegel Online:
20.04.2009Israel protestiert gegen Schweizer Empfang für Ahmadinedschad

"Das Meeting zwischen dem Eidgenossen und dem notorischen Holocaust-Leugner, der gedroht hatte, Israel von der Landkarte auszuradieren, ist den Israelis sauer aufgestoßen." 


Spiegel Online
19.05.2009Obamas unmögliche Nahost-Mission

"Obama weiß, dass Iran Israel nicht angreifen wird, denn so sehr sich die Ajatollahs und die Mullahs "eine Welt ohne Zionismus" wünschen und dass Israel von der Landkarte beziehungsweise aus dem Buch der Geschichte verschwinden möge, noch lieber leben sie in Saus und Braus - und schicken, wenn es sein muss, andere ins Paradies. Ein atomarer Präventiv- oder Gegenschlag Israels würde deren Luxusdasein unwiderruflich beenden."


Spiegel Online
26.09.2009Zuckerbrot und Peitsche

"Hat Israel in Bezug auf Iran nicht allen Grund zur Sorge? Präsident Mahmud Ahmadinedschad will, dass Israel von der Landkarte verschwindet, und leugnet den Holocaust."


Spiegel Online
01.03.2012Ein Krieg, den keiner gewinnen kann

"Doch Irans Weigerung, den vollen Umfang seines Atomprogramms offenzulegen nährt die Befürchtungen. Hinzu kommen wiederholte Drohungen des Regimes, Israel von der Landkarte tilgen zu wollen."


Spiegel Online

"Deshalb noch mal ganz einfach: Iran will, dass Israel von der Landkarte verschwindet, das hat der verrückte Führer dort oft genug gesagt. Damit ist Iran erst mal der Aggressor in dieser Angelegenheit ..." 

Wednesday, April 11, 2012

Das kann doch nicht wahr sein !?


"[...] Und dann haben wir den großen Konzern von Springer, den tonangebenden Konzern in den Printmedien, und Springer ist explizit, ausgesprochen verpflichtet amerikanischen und israelischen Interessen. D.h. jeder Redakteur, jeder Mitarbeiter muß bei Einstellung eine entsprechende Erklärung unterschreiben, daß er nicht anti-amerikanisch und anti-israelisch veröffentlicht [...]" Jürgen Elsässer in einem Interview über die Deutsche Medienlandschaft

Dem Springer Verlag gehören in Deutschland etwa
Bild, Bild am Sonntag, Die Welt, Welt Kompakt, Euro am Sonntag, Welt am Sonntag,
Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, B.Z., B.Z. am Sonntag,
Audio Video Foto Bild, Auto Bild, Bild der Frau, Bildwoche, Computer Bild, Computer Bild Spiele, 
Euro, Fonds&Co., Frau von Heute, Funk Uhr, Hörzu, Jolie, Mädchen, Markt und Mittelstand, 
Metal Hammer, Musikexpress, Popcorn, Rolling Stone, Sport Bild, Starflash, TV Digital, TV GUIDE, 
TVneu, Yam!, ...

Gibt es irgendwelche glaubhaften Bestätigungen für Elsässers Behauptung?

Tuesday, March 27, 2012

The Illusion of the Bomb Threatening the Existence of Israel


Suppose for a moment that Iran possessed nuclear weapons ready-to-use. Suppose further that the logic of the Cold War applies: if two states, opposed and armed with very destructive weaponry, command a second strike capability, they will not attack each other. Since Israel possesses nuclear WMD on land and sea - as we further assume, it follows that Iran will not drop the bomb.

So why should a nuclear Iran be a threat to the existence of Israel then?

Suppose further that Iran would launch a nuclear attack or war on Israel and the country could not respond with a second strike. What would happen next?
Note first how implausible this assumption is: for what reason should Iran destroy and make uninhabitable a part of a small region in the Middle-East which the Mullahs think to belong to the Palestinian people? What would that be good for? 

So what would happen to a country after launching a nuclear attack on Israel? For much less than such a supposed tragedy other countries have been invaded and devastated, e.g. recently Afghanistan and Iraq. You may expect wild and furious reactions from the rest of the world, led by the United States. Iran would be doomed.

So why would Iran's rich Mullahs risk all of their flourishing businesses and their unchallenged predominance inside the country? For the sake of the Palestinian people? Hardly.

Given these assumptions mentioned above, the idea of preventing Iran to acquire nuclear weapons cannot be based on the fear caused by the alleged "wiping off Israel from the map"-saying. That would be totally unreasonable, against the Cold War logic and survival instincts on the part of Iran.

Nevertheless, the gossip of a "nuclear Iran threatening the existence of Israel" is repeated over and over again by the majority of mass media entertainment around the globe. It is astonishing how persistent this naive idea of the bomb is chanted hysterically ad nauseam, remaining largely unchallenged and thereby obscuring far more convincing economical and geostrategic reasons to start a war against Iran - at least from the viewpoint of the US and their allies.

Is there an explanation of how it is possible that the illusion (under above assumptions) of a "threat of the existence of Israel" is widely accepted?

Yes, there is a reasonable psychological explanation. The logic of nuclear deterrence is quickly suspended by portraying one opponent as crazy, as dangerous madman in possession of a deadly weapon. This has been accomplished by decades of illustrating the "arabs" (muslims) as subhumans and as incalculable, wild, fanatic villains. (See Jack Shaheen's survey "Reel Bad Arabs: How Hollywood Vilifies a People", documentary version on youtube). Hollywood movies, the constant stream of releases dealing with alleged and actual terrorist acts (thereby overstating the danger of "international terrorism"), up to stone throwing children in Palestine - all this is suggesting a picture of primitive creatures unable to handle appropriately a deadly toy such as nuclear technology. In addition, bigmouthed Ahmadinedschad is really a fine and much welcomed leader of the opponent to be put into the role of the "devil on duty" (see principle III of Morelli's Principles of War Propaganda) - though in reality he has not much to say in clerical Iran. These are the ingredients which make even those people who have created this atmosphere of islamophobia believe in their own propaganda lies. 


Sunday, December 25, 2011

Saint Gorbachev


He's still the Saint of the collapse of the Soviet Union - at least for clueless Western Mass Media: Mikhail Gorbachev: Fox News as well as practically all the print and tv media around the world, especially in the West, reported enthusiastically about his recent public announcement "I would step down in Putin's place".


As if the man had to say something. For all the copy & paste cheap-Jacks, in Russia Gorbachev's status is nearly that of  "persona non grata". He's one of the most hated figures in the country, not only because he's blamed for having demolished the Soviet Union, but also because of the accompanying and  following catastrophic developments in the former USSR Republics which lead to thousands of deaths, while he still was in charge, not to mention his disastrous alcohol prohibition campaign.
Gorbachev's popularity can be estimated on the basis of the results of the Russian presidential election in 1996, where he received 0,5% of the votes in the first round. Current protesters all around Russia would rather go home and vote for Putin at the next Presidential Elections to be held on 4 March 2012, instead of following Gorby's advice. But fact is, his voice has no weight in modern Russia whatsoever. The Fox News headline "Gorbachev vs. Putin" is thus pointless. 

Wednesday, November 2, 2011

Correct, Mr. Assange!

Today, Wikileaks founder Assange lost his extradition fight in London in the first round. Details to this dubious case can be found on Sweden Vs. Assange. Let's return to what the man stands for. Two remarks really touching a nerve made by Julian Assange in an RT-Interview, published on May 2nd, 2011

WikiLeaks Logo

Mr. Assange makes clear what he thinks of mass media infotainment production and their involvement and participation in war preparations. His bad experiences with the so-called fourth estate are clearly first hand, after the disappointing collaboration with mass-media proponents like The Guardian, The Independent, The New York Times and German Spiegel. Challenging the powerful has brought him and Wikileaks a witch-hunt orchestrated by the US and the blockade of WikiLeaks bank accounts by Visa, Mastercard and Paypal:*
"Our No. 1 enemy is ignorance. And I believe that is the No. 1 enemy for everyone – it’s not understanding what actually is going on in the world. It's only when you start to understand that you can make effective decisions and effective plans. Now, the question is, who is promoting ignorance? Well, those organizations that try to keep things secret, and those organizations which distort true information to make it false or misrepresentative. In this latter category, it is bad media.

It really is my opinion that media in general are so bad that we have to question whether the world wouldn't be better off without them altogether. They are so distortive to how the world actually is that the result is… we see wars, and we see corrupt governments continue on.

One of the hopeful things that I’ve discovered is that nearly every war that has started in the past 50 years has been a result of media lies. The media could've stopped it if they had searched deep enough; if they hadn't reprinted government propaganda they could've stopped it. But what does that mean? Well, that means that basically populations don't like wars, and populations have to be fooled into wars. Populations don't willingly, with open eyes, go into a war. So if we have a good media environment, then we also have a peaceful environment."

These are really questions worth to be considered. Of what use for the public are the mass-media, given the fact that selling information is done under the maximizing profit strategy of international corporations whose linkages to governments and other interest groups are highly dubious? And what are the alternatives? 

The internet is the most interesting stage where you can compare the opinions (and there are almost only opinions) published by the mass media with the opinions of the rest of the world. These two types are extremely diverging. One world of opinion seems to be publishing without investigations what governments, press agencies and others let out, and the other (mostly normal citizens but with common sense) wondering about the inconsistencies and absurdities of these published opinions. Warmongering is always a good example, another would be the half-religious beliefs of economy. The lies you get there are literally unbelievable but nevertheless repeated by the infotainment ad nauseam. On the other side, one should note that the rest of the world does not seem to let that go unchallenged. Most remarkable are some online newspapers having a mostly well-educated and critical readership (e.g. Austrian Der Standard): the articles and authors often being between average and ridiculous are court-martialled and shot by the readers in hundreds of comments in a most entertaining and often enlightening manner. The discrepancies between these two worlds becoming manifest more and more and in such a constant manner that it's really getting spooky.


The second thing Mr. Assange commented quite adequately is the role of the US in regard to international law.
"Obama has given up on closing Guantanamo and has decided to re-open the trial process. And we now have a situation where even the Obama administration says that 48 of those people still in Guantanamo are completely innocent and they should be sent somewhere, and they are not being sent anywhere. So, completely innocent people are incarcerated for years and years and years with no trial and no hope of relief. No country would agree to house them, including the United States. But the United States has made them its problem.

The United States was involved in rounding up these innocent people, setting up a process that was from the very beginning corrupt. There is a reason why they are in Guantanamo and not on the US mainland and not in an allied country. And that reason was to hide them and to keep them outside of the law. Just like you have Caribbean islands engaged in money laundering, the United States is engaged in people laundering."

Did you ever wonder about the US hegemon being called world's policeman? That's clearly a totally inappropriate euphemism: a policeman is supposed to execute law and to act according to law, but the US are trying to circumvent law whenever they can. So Outlaw seems to be fitting well.


Tuesday, September 20, 2011

Readiness for War of the European Population under US-American Leadership?



Recently in the German online magazine „Spiegel“: „Deutsche wünschen sich starke USA“ - („Germans Desire Strong USA“) - an uncritical summary of a per se questionable statistics. Quite a few German might have asked themselves: whom did they interview?


At least, the apprentice of this kind of copy & paste journalism indicated the source: the survey "Transatlantic Trends", contracted by the German Marshall Fund (GMF). The entry in the English Wikipedia displays the warning that the article on the GMF would „be written like an advertisement“ (say crude propaganda).



Exactly the same way – like propaganda – the article in the Spiegel is written. Marginally modified, it was adopted from the website of the GMF: Press Release: 10 Years After 9/11, Europeans Still Desire Strong U.S. Leadership in World. Here are the questions and „results“:




The questions taken as a whole aim at depicting readiness for war of the European population under US-American Leadership (just put the pieces together). According to the GMF, the survey was carried out bei the Compagnia di San Paolo  (sample size, where, how, when, why – details unknown). On its website that Compagnia is called a „charitable brotherhood, founded in Torino in 1563“. Moreover, the brotherhood is member of the European Foundation Centre  which – as a chief task – is preparing the smooth cross border operating of funds in the EU, and of the  ACRI – Association of Italian Foundations and Saving Banks.  Both are lobby organizations.

The question, „if under certain conditions war is necessary to obtain justice“ is a typical suggestive question

In the course of a live interview the interviewee probably will not be aware of the last part of the question containing the word 'justice'. And, of course, „some conditions“ can be imagined for almost everything ...

Monday, September 19, 2011

Die Kriegsbereitschaft der europäischen Bevölkerung unter US-amerikanischer Führung?



Kürzlich im „Spiegel“ online: „Deutsche wünschen sich starke USA“ - eine kritiklose Zusammenfassung einer an sich eher unglaubwürdigen Stastik. Da werden sich viele Deutsche gewundert haben: wen haben die bloß gefragt?




Wenigstens erwähnt der Copy&Paste Praktikant die Quelle: die Umfrage "Transatlantic Trends", in Auftrag gegeben vom German Marshall Fund (GMF). Der englischsprachige Eintrag in Wikipedia enthält die Warnung, der Artikel über den GMF sei wie eine Werbung geschrieben (sprich unkritische Propaganda).


Und genauso – wie Propaganda – liest sich der Artikel im Spiegel. Abgeschrieben wurde von der website des GMF: Press Release: 10 Years After 9/11, Europeans Still Desire Strong U.S. Leadership in World. Hier die Fragen und „Ergebnisse“.




Die Fragen insgesamt zielen darauf ab die Kriegsbereitschaft der europäischen Bevölkerung unter amerikanischer Führung darzustellen. Durchgeführt soll die Umfrage von der Compagnia di San Paolo worden sein (Stichprobenumfang, wo, wie, wann, wieso – Details unbekannt). Diese Compagnia beschreibt sich selbst auf ihrer Website als „karitative Bruderschaft, gegründet in Turin 1563“. Ferner ist sie ein Mitglied des European Foundation Centres, zu dessen Hauptaufgaben es zählt, das reibungslose Funktionieren von Stiftungen über EU-Grenzen hinweg vorzubereiten, und der ACRI – Association of Italian Foundations and Saving Banks -  zu deutsch: des Interessenverbandes der Italienischen Stiftungen und Sparkassen. Beide sind Lobby-Verbände.

Die Frage, ob unter gewissen Umständen Krieg notwendig sei, um Gerechtigkeit herzustellen, ist eine typische Suggestivfrage. Bei einem Live- oder Telefoninterview hört der Interviewte den letzten Satzteil mit 'Gerechtigkeit' wahrscheinlich gar nicht mehr. Und "gewisse Umstände" lassen sich für fast alles ausmalen.







Wednesday, August 3, 2011

Western Media Silent on Massive Demonstrations in Israel


It is astonishing, a spooky scene when you look the past few days at the whole assembly of the Western mass-media – how silent they are on the ongoing demonstrations in Israel's major cities, against the failed economic politics of Netanyahu. Tent city, demonstrating doctors, unaffordable housing and foodstuff prices ... New York Times – negative, Washington Post – negative, The Times (London) – negative, Corriere de la Sera (Italy) - negative, NZZ (Switzerland) – negative, FAZ, Spiegel (both Germany) - negative,  ... , few exceptions only, like The Independent, some lines in Le Figaro (France)).
Anybody out there who can explain this?


Recommendations: 

1) "It is therefore wonderful to see the Israeli flag flying at these demonstrations after it seemed to have become the property of the right-wing settlement movement. The current demonstrations are not only a reflection of social protest. They are Zionist in the deeper sense of a just and humanistic Zionism."  Shlomo Avineri - Social protesters represent real Zionism


Tuesday, July 12, 2011

200

"Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Journalisten, die diese Meinung teilen, finden sie immer."(1965)


Dies ist ein Zitat des Nazipropagandisten Paul Sethe, einem der fünf Gründungsherausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zwischen 1949 und 1955 und wird heute im österreichischen „Standard“ von Paul Lendvai zitiert, einem Granden des österreichischen Journalismus und Spezialisten für Osteuropa. Anläßlich des Abhörskandals eines der Blätter Rupert Murdochs berichtet er über „Medien und Macht“ und verliert ein paar kryptische Bemerkungen über „mächtige ausländische Mediengruppen, vor allem aus Deutschland und der Schweiz“, die „in den postkommunistischen Reformstaaten Mittel- und Osteuropas wegen Profitmaximierung zuerst mit exkommunistischen Seilschaften, aber auch mit machthungrigen nationalistischen und radikalen politischen Gruppen paktiert“ hätten. Er nennt tatsächlich keine Namen oder sonstige Details und das mag seine Gründe haben.




„Freedom of the press is the freedom of two hundred rich people to spread their opinions. And they can always find journalists sharing their opinions.“ (1965)


This was said by Nazi-propagandist Paul Sethe, one of the five founding editors of the „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ between 1949 and 1955. The quotation appeared today in the Austrian journal „Standard“, at the beginning of an article by Paul Lendvai, a dyed-in-the-wool politicial journalist of Austria, specialist for Eastern Europe. On occasion of the phone-hacking scandal of one of Rupert Murdoch's papers, he wrote on „Media and Power“ and made a few cryptical remarks on „powerful foreign media-groups, especially from Germany and Switzerland“ which „in the post-communistic reform countries - motivated by profit maximization - had made first their pacts with ex-communistic cliques, but also with power-hungry nationalistic and radical political bands“. He didn't mention any names or other details and he might have his reasons.  



Sunday, July 10, 2011

Surveil Ordinary Citizens! (Überwache ganz normale Bürger!)

(English Version)
Shameless exaggeration of the dangers coming from the so-called international terrorism, communism or radical Islam etc, creates an external threat. Shameless exaggeration of the danger coming from collaborators of the former, critics and dissidents creates an internal threat (key word "sleeper cell"). What we get is Naomi Wolf's Principle Nr. 1: Invoke an External and Internal Threat! And from there, it's only a little step to her Principle Nr. 4 : Surveil Ordinary Citizens! Both procedures can be found in her "The End of America. Letter of Warning to a Young Patriot" (2007), dealing with principles of how to destroy (real) democracies.

As she points out, it's not about observing and monitoring each citizen, keeping a dossier on him, and even less about total surveillance as in Orwell's 1984 (which turns out very costly). According to Wolf it's much more effective to create a notion of possibly being under observation. For dictators the purpose of surveillance is more of psychological nature, dealing with intimidation and finally with obedience and submission: by collecting all kinds of data of ordinary citizens  - starting with books they buy or lend, their sexual life, their financial decisions, right through to their telephone calls, joining demonstrations or  medical data - what is happening is a production of data which can be used against citizens and, if necessary, will be used against them. In her chapter 5, Wolf offers a lot of examples of these shady practices in the USA (before and after 9/11), Nazi-Germany, East Germany, China and the Sowjet Union. (Germany's surveillance fanatics of today are not mentioned.)

In the final analysis, Wolf's remarks in this chapter remain on a rather trivial level. No attention is paid to the collaboration of mass-media in spreading this kind of politics of fear. Nevertheless the mass-media take the leading role in this strange play, yet appearing so familiar through history. It's because the spreading of angst - the politics of fear - is only working successfully by uncritical (or intended) copy & paste forwarding of propaganda, typos included. And fear is needed for pushing through any of the restricions of citizen's rights Wolf is criticizing. Also, Wolf totally blocks out economical aspects though it is well known and easy to understand that the security sector is another winner of the politics of fear, world-wide.






(Deutsche Version)
Die schamlose Übertreibung der Gefahr des sog. internationalen Terrorismus, des Kommunismus, des radikalen Islam usw., schafft einen äußeren Feind. Die schamlose Übertreibung der Gefahr von Kollaborateuren, Kritikern und Dissidenten bezüglich des ersteren schafft den inneren Feind.  Und schon sind wir bei Naomi Wolfs Prinzip Nr. 1: Beschwöre eine äußere und eine innere Gefahr! Und von dort ist es nur ein kleiner Schritt zu Prinzip Nr. 4: Überwache ganz normale Bürger! Beide Verfahrensweisen stammen aus ihrem "Wie zerstört man eine Demokratie. Das 10-Punkte Programm " (2010).

Dabei geht es nicht darum, tatsächlich alle Bürger zu überwachen, von jedem einzelnen ein Dossier anzulegen, noch weniger um die totale Überwachung wie in Orwell's 1984 (die sehr kostenintensiv wäre). Viel effektiver laut Wolf ist das Gefühl zu erzeugen, daß man überwacht werden könnte. Die Zwecke, die Diktatoren damit verfolgen, sind psychologischer Natur und drehen sich um Einschüchterung und letztlich um Gehorsam: mit dem Sammeln von allerlei Daten ganz normaler Bürger - von den Büchern, die sie kaufen oder ausleihen, ihrem Sexualleben, ihren finanziellen Entscheidungen, bis zu ihren Telefongesprächen, den Teilnahmen an Demonstrationen oder medizinischen Daten - werden Informationen produziert, die man gegen die Bürger verwenden kann und, falls nötig, tatsächlich auch gegen sie verwendet. Beispiele für diese Praktiken in den USA (vor und nach 9/11), Nazideutschland, der DDR, China und der Sowjetunion findet man in Wolfs 5. Kapitel zuhauf. (Die Überwachungsfanatiker im heutigen Deutschland werden nicht erwähnt.)

Letztlich bleiben ihre Ausführungen in diesem Kapitel eher auf trivialem Niveau. Der Kollaboration und der Initiative von Massenmedien bei der Verbreitung von Angst-Politik etwa wird keine Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei kommt diesen die Hauprolle bei diesem seltsamen, aber doch so vertrauten Spiel zu. Denn die Verbreitung von Furcht - die Politik der Angst -  funktioniert ausschliesslich über unkritische (oder beabsichtigte) Copy&Paste Weiterleitung von Propaganda, inklusive Tippfehlern. Und die Angst der Bürger dient letztlich genau der Implementierung derjenigen Einschnitte in ihre Rechte, die Wolf so kritisiert. Auch wirtschaftspolitische Aspekte blendet Wolf beim Thema Überwachung völlig aus, obwohl der sicherheitsindustrielle Komplex dabei in weiten Teilen der Welt schwer verdient.