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Thursday, August 2, 2012

Oh, How We Love Our Oriental Rulers!



Now, the West loves brutal dictators - as long as they keep their cruelties secret and as long they play by the rules - OUR rules, or - to be more precise - the rules of big business. We loved when crazy Gaddafi  resided in a tent on Donald Trump's property in New York and was eager to supply oil, we loved when the Trabelsi Clan provided us with cheap labor slaves and hotels to serve us Western tourists on Tunesia's golden beaches; we loved the outsourcing, the money laundering and the weapon deals with the Mubarak Clan in Egypt, we loved Yemen's Saleh and offered him refuge just as we liked the Shah of Persia and Saddam, and we still love the Gulf states - especially Saudi Arabia - because we can make such a good business with them and they really manage to keep their fellow citizens down and torture in the dark. And we all know: Syria is next. Assad was good, but he couldn't keep his people effectively under control. So don't wonder why "Obama authorized covert support for Syrian rebels"! This is just the "Syrian war of lies and hypocrisy" as one of the last remaining journalists said. Don't you worry, we'll find another dictator for Syria and then we apply democracy there!

Friday, April 20, 2012

Über die allgegenwärtige Kriegstreiberei in den Massenmedien


Der Kommentar des Historikers Kurt Gritsch im österreichischen Standard über die auffallend systematisch und einheitlich wirkende Kriegstreiberei im Infotainment.


Sind bürgerliche Qualitätszeitungen Kriegshetzer? Medienkritik aus Sicht eines Konfliktforschers

"[...] wussten Sie, dass das Assad-Regime 2011 mit Reformen begonnen hat? Dass der seit 1963 geltende Ausnahmezustand aufgehoben, Gefangene freigelassen, korrupte Gouverneure abgesetzt und die alleinigen Herrschaftsansprüche der Regierungspartei aufgegeben wurden? Wo stand zu lesen, dass Teile der innersyrischen Opposition einen Machtkompromiss mit Assad einzugehen bereit sind, während die u. a. von den USA mit Geld unterstützte Exil-opposition zu keinem Entgegenkommen bereit ist?"

Base2014 Kommentar: Nein, wußten wir nicht.
Was will man aber erwarten, wenn Information zu einem reinen Geschäft geworden ist, das in erster Linie dem Gedanken der Gewinnmaximierung unterworfen ist? Das Personal der Redaktionen wird gekürzt und journalistische Arbeitsabläufe kostengünstig optimiert, indem man sich darauf beschränkt unkritisch die Beiträge von Lieferanten zu adaptieren (Presse- und PR Agenturen), die wiederum selbst von wirtschaftlichen Interessen geleitet sind. Das Resultat ist ein Copy & Paste Journalismus, bei dem die Qualität (respektive die Wahrheit) keine Rolle mehr spielt. Teuere Auslandskorrespondenten will man sich kaum noch leisten und so erhält man Kriegsberichterstattung ohne Kriegsberichterstatter, oder im Falle der USA - Kriegsberichterstattung durch sog. "eingebettete Journalisten" - was auf dasselbe hinausläuft. Echte "war correspondents" wie Scholl-Latour, Robert Fisk oder John Pilger sind eine aussterbende Gattung. So erklärt sich die einheitliche Berichterstattung. Ob dahinter eine - von wem auch immer ausgeheckte und kontrollierte  - Strategie steckt, ist eine ganz andere Frage. Wahrscheinlich nicht, denn Krieg verkauft sich von alleine gut, viel besser als Friede, Freude und Eierkuchen. Und so entsteht und floriert die Kriegstreiberei aufgrund einer unheiligen Allianz zwischen den jeweils gewinnorientierten Interessen von Medienkonzernen und Eisenhowers "militärisch-industriellen Komplex", unter kräftiger Mitwirkung von nationalen Regierungen und privaten Interessensverbänden. (Der Grad an Einfluß der genannten Mitspieler mag von Fall zu Fall variieren.)